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Seit Monaten sorgen die Kürzungen bei den Integrationskursen für Unruhe – und das zu Recht. Im vorläufigen Haushalt 2025 hatte die Bundesregierung die Ausgaben für Integrationskurse zunächst um die Hälfte auf 500 Millionen Euro gekürzt, obwohl 2024 mehr als 363.000 Menschen einen solchen Kurs in Deutschland begonnen haben und die Nachfrage kaum sinken wird. Gleichzeitig entfallen künftig Kursarten wie Eltern-, Frauen- und Jugendintegrationskurse und die Förderung von Wiederholungsstunden wird weitgehend eingestellt.
Konkret sind bundesweit rund 130.000 Menschen von den Einschränkungen betroffen: Asylbewerberinnen und -bewerber, Menschen mit Duldung, Arbeitsmigrantinnen aus der EU und Geflüchtete aus der Ukraine. Für sie ist ein Integrationskurs keine staatliche Wohltat, sondern oft der einzige strukturierte Weg in den Alltag, in Arbeit und gesellschaftliche Teilhabe.
Als lokaler Flüchtlingsverein beobachten wir diese Entwicklung seit längerem und haben früh damit begonnen eigene Strukturen aufzubauen, die unabhängig von bundesweiten Förderschwankungen funktionieren. Denn die Lücken, die das System schon vor den Kürzungen gelassen hat, kennen wir gut:
