Im Vereinsleben sind es oft aktive Vorstandsmitglieder, die sich im Hintergrund um viele planerische Aktivitäten und deren Realisierung und u.a. auch formale Abwicklungen kümmern. Im Rahmen der vergangenen Mitgliederversammlung wurden vier dieser aktiven Vorstände verabschiedet. Sie haben in der letzten Amtszeit und über viele Jahre unseren Verein mitgeprägt.
Kathrin Anders
Kathrin Anders gab nach vier Jahren ihr Amt als Vorsitzende ab. In dieser Zeit hat sie den Verein maßgeblich weiterentwickelt. Besonders der Aufbau des Hilfeladens in der Zeit der Ankunft von Kriegsgeflüchteten Menschen aus der Ukraine und andere größere Projekte sind ihrem Engagement und ihrer Tatkraft zu verdanken. Mit ihrer strukturierten und zugleich empathischen Art hat sie den Verein durch wichtige Entwicklungsphasen geführt und neue Wege für die Integrationsarbeit in Bad Vilbel eröffnet.
Minas Mandt, Vorsitzender, meint dazu: „Als Kathrin sich vor vier Jahren zur Wahl stellte, ermöglichte sie damit u.a. den Fortbestand des Vereins. Was wir mit dem gesamten Verein daraus geschaffen haben, ist sehr bemerkenswert. Nach einer solchen intensiven Zeit ist es verständlich, dass man kürzer tritt. Kathrin wird uns dennoch sehr fehlen – sowohl ihre klare Führung als auch ihr unermüdlicher Einsatz für die Menschen, die zu uns kommen.“
Alexander Schanz
Alexander Schanz – die finanzielle Abwicklung von Spenden, Mitgliedsbeiträgen, die Verwaltung von Geldern des Kreises und der Stadt, die Thematik der Fördermitteleinwerbung und Verbuchung – sein Tun wurde in den letzten Jahren immer umfangreicher. Wie er selbst sagt:
„Gerne habe ich mich sieben Jahre um die Finanzen des Vereins gekümmert. Highlights waren für mich darüber hinaus die vorbereitenden Arbeiten und die Koordination im Rahmen der alljährlichen Bad Vilbeler Ferienspiele, für die ich immer einige Kinder aus geflüchteten Familien gewinnen und anmelden konnte und die in dieser Zeit großen Spaß und Freude erlebten.“
Minas Mandt ergänzt: „Alexander werden wir im Vorstand sehr vermissen. Mit ihm hatten wir jemanden, der beides konnte: sachlich und präzise als Kassenwart agierend, herzlich und engagiert im Einsatz für geflüchtete Kinder. Diese Kombination werden wir im Vorstandsteam vermissen. Wir wünschen ihm neue alles Gute.
Christa Hillenbrand
Christa Hillenbrand berichtet über ihre Jahre als Beirätin im Vorstand:
„Meine Motivation, mich vor 3 ½ Jahren in der Flüchtlingshilfe zu engagieren, ist der Traum von einer Welt ohne Grenzen mit gleichen Rechten für alle. So habe ich mich besonders bei der Unterstützung von Geflüchteten in der Phase des Ankommens und Einlebens engagiert. Es geht um’s Zuhören und Einfühlen, der Begleitung zu Ämtern, Hilfestellung bei der Suche nach Deutschkursen und Wohnungen oder auch die Begegnungen mit Deutschsprachigen zu initiieren. Mir war darüber hinaus die Vernetzung sowohl von Verwaltung und Ehrenamt als auch von ehrenamtlich Tätigen untereinander wichtig, z.B. durch eine Teilnahme an Runden Tischen, die Organisation von Aktiven-Treffen und Ideen zur Akquise neuer Ehrenamtlicher zu entwickeln. Die Begegnungen bei all diesem Engagement haben mich sehr bereichert, meinen Horizont erweitert. Dafür bin ich sehr dankbar.“ Bedingt durch einen Umzug beendete Christa Hillenbrand nun diese Aktivenzeit im Flüchtlingshilfeverein, so wie auch ihr Partner Günter Bodirsky.
Günter Bodirsky
Er berichtet über seine Erfahrungen:
„Zuerst widmete ich mich der Erarbeitung einer Fotoausstellung „Unterwegs – Station Bad Vilbel“, bei der zwanzig Flüchtlinge aus Bad Vilbel porträtiert und, gemeinsam mit einem befreundeten Mitglied, interviewt wurden. Diese Ausstellung wurde über ein Jahr verteilt an sieben Orten von unterschiedlichen Organisationen in der Stadt gezeigt. Sie erreichte nicht nur ein breites Publikum in Bad Vilbel, sondern fand durch einen Fernsehbericht im HR auch hessenweit Beachtung.“
Zusammen mit seiner Frau hob er die Veranstaltungsreihe „Aktiv – Austausch von Engagierten“ aus der Taufe. Neben interessanten, ausgewählten Themenvorträgen boten diese Treffen Zeit zum Erfahrungsaustausch und zur Entwicklung neuer Ideen. Günter Bodirsky betont zum Schluss noch einen weiteren Schwerpunkt seines Tuns: der Kontakt zu den hiesigen Schulen, die Organisation von Betreuung von kleinen Schülergruppen aus Intensivklassen durch Vereinsmitglieder. Nicht zuletzt bot er im eigenen Wohnzimmer Deutschkurse an und erlebte – wie viele der Engagierten – durch sein Tun eine Erweiterung des eigenen kulturellen Horizontes und erinnert sich an die große Dankbarkeit der Geflüchteten als ganz persönlichen Ansporn für sein Tun.
Alexander Klett, neues Vorstandsmitglied, meint dazu: „Es gilt immer wieder hinzuhören: was brauchen unsere ehrenamtlich Aktiven, wie können wir ihnen Vernetzung bieten, frische Impulse für die Arbeit geben. Dies ist mit dieser Inforeihe, die fortgeführt werden soll, beispielhaft gelungen. Mit Christa und ihrem Partner Günter Bodirsky verlieren wir Vorstandsmitglieder, die in vielerlei Hinsicht am Puls der Aktiven im Verein waren und sich eng und persönlich um die Belange der Geflüchteten gekümmert haben.“
