Unterstützung für geplanten Kinderbesuch aus der Ukraine

Partnerschaftsverein Ukraine – Bad Vilbel organisiert Auszeit für Kinder

Unsere Vorstandsmitglieder Myriam Gellner und Nina Urytska bringen sich aktiv in die Aktion ein

Partnerschaftsverein Ukraine – Bad Vilbel organisiert Auszeit für Kinder

Als Flüchtlingsverein unterstützen wir die Aktivitäten des örtlichen Partnerschaftsvereins Ukraine -Bad Vilbel e.V.. Derzeit planen wir in enger Absprache miteinander im Rahmen eines Besuches von Kindern aus der Partnerstadt Hostomel einen Programmtag des insgesamt einwöchigen Aufenthaltes zu gestalten und zu fördern. Jüngst wurden in einem Presseartikel die Herausforderungen der Planungen beschrieben. Alle Informationen u.a. Spendenmöglichkeit für das Projekt findet sich hier

Kindern eine Auszeit vom Krieg geben – das ist das Ziel des Partnerschaftsvereins Ukraine Bad Vilbel. Ihr Projekt „Neun Tage Frieden statt Angst“ organisiert die Reise von 15 Kindern und drei Betreuerinnen aus Hostomel nach Bad Vilbel. In dieser Zeit sollen die Kinder einfach Kind sein, Ausflüge unternehmen und neue, schöne Erinnerungen machen.
Mittlerweile hat der Partnerschaftsverein ein Spendenkonto und hofft auf weitere Unterstützung aus der Bevölkerung. „Wir haben schon Spenden über mehrere Tausend Euro vom Berufsförderungswerk Frankfurt in Bad Vilbel, von der Reinhard Wilhelm und Heidemarie Schmidt Stiftung, der Stadt Bad Vilbel und der Sparkasse Oberhessen bekommen“, sagt Ralf Decker, Vorsitzender des Vereins, bei einem Arbeitstreffen.

So kommen die Kinder und ihre Betreuer kostenfrei im Berufsförderungswerk unter, der Partnerschaftsverein müsse nur das Frühstück und die Endreinigung bezahlen. Auch für das Abendessen der Gruppe ist schon teilweise gesorgt. Einige Spender haben sich bereiterklärt, ein Abendessen zu stellen, sagt Andreas Quint, Vorstandsmitglied. „Wir suchen aber weitere, die ein Abendessen spenden“, ergänzt Decker.

Für die An- und Abreise gebe es schon ein Konzept. Nur, wie die neun Tage gestaltet werden, sei noch recht offen. „Wir haben Ideen für fünf Besuche“, sagt Decker. „Eigentlich müssen wir zwei Wochen planen – einmal mit schönem und einmal mit schlechtem Wetter“, ergänzt Quint. Was die Gruppe unternehmen kann, hängt auch von den Verkehrsmitteln ab, die dem Partnerschaftsverein zur Verfügung stehen. So war eine Idee, mit den Kindern zur Münzenburg zu fahren, allerdings fehlt noch ein Bus, der die Gruppe dorthin bringen könnte.

Mit dem bisherigen Verlauf der Planung ist der Verein jedoch mehr als zufrieden. „Es ist toll, wie schnell wir das Projekt nach Gründung des Vereins umsetzen“, betont Beatrix Henrich. Erst vor rund einem Jahr kam die Idee auf, einen Partnerschaftsverein zu gründen. Nun ist bereits die Unterbringung für den 1. bis 9. August gesichert und die An- und Abreise der Kinder und Betreuerinnen in weiten Teilen geklärt.

Die 15 Kinder werden zwischen 10 und 14 Jahre alt sein. Unter ihnen werden Kinder sein, die einen oder beide Elternteile im Krieg verloren haben. Noch steht keine endgültige Liste, aber in Hostomel wird bereits an der Zusammenstellung gearbeitet. Dafür steht das Vorstandsmitglied Iryna Urytska mit Kateryna Pavlenko in Kontakt. Pavlenko ist bei der Militärverwaltung in Hostomel für Jugend, Kultur und Sport zuständig, war aber schon vorher bei der Stadt angestellt.

Die Stadt steht unter Militärverwaltung, da der Bürgermeister in den ersten Kriegstagen getötet wurde, sagt Urytska, die selbst aus Hostomel stammt. Verschiedene deutsche Medien haben am 7. März 2022 darüber berichtet, wie Bürgermeister Juri Illitsch Prylipko gezielt von russischen Soldaten erschossen wurde, während er Brot und Medikamente verteilte.

Zwei Aktionen plant der Partnerschaftsverein, um sich und sein Projekt mehr bekanntzumachen. In den kommenden Tagen wird ein Flyer gedruckt, der an verschiedenen Orten in Bad Vilbel verteilt wird.

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