Nach einer Phase weniger intensiver Kommunikation haben sich Vertreterinnen der Stadt in Person von Stadträtin Riccarda Müller-Grimm und Fachdienstleiterin Susanne Förster und Vorstandsmitgieder des Flüchtlingshilfe-Vereins zu einer Klausurtagung getroffen, um Standpunkte in der Betreuung und Begleitung von geflüchteten Menschen in Bad Vilbel zu klären und die Rollenverteilung sowie jeweilige gegenseitige Erwartungshaltungen abzuklopfen und neue Wege in der Zusammenarbeit zu finden. Unterschiedliche Sichtweisen und Zuständigkeiten wurden offen angesprochen – ein notwendiger Schritt für die künftige Zusammenarbeit. Während die Stadt ihren Fokus klar auf die rein räumliche Unterbringung der Betroffenen legt, sehen wir als Verein weitergehende Aufgaben in der Integration.
Das wichtigste Ergebnis: Es wurde eine neue, verlässliche Kommunikationsstruktur vereinbart. Durch regelmäßige Quartalstreffen mit der städtischen Flüchtlingskoordinatorin Susanne Förster können wir als Verein künftig frühzeitig Entwicklungen erkennen, unsere Perspektiven einbringen und gemeinsam an Lösungen arbeiten. Weiterlesen ›


In Bad Vilbel zeigt sich eindrucksvoll, wie Sport Menschen verschiedenster Herkunft zusammenbringen kann. Auf dem Fußballplatz des FV Bad Vilbel entstand vor einigen Jahren eine ganz besondere Initiative. Der Selam SC trägt einen Namen mit Bedeutung, denn „Selam“ kommt aus dem Arabischen und steht für „Frieden“ – passend für eine Initiative, die Menschen verschiedener Kulturen im Sport zusammenbringt und von der Flüchtlingshilfe „Willkommen in Bad Vilbel“ unterstützt wird.
Am 4. Dezember 2024 um 18:00 Uhr findet im Haus der Begegnung in Bad Vilbel für ukrainische Geflüchtete eine Infoveranstaltung zum Thema Arbeitsvertrag statt. Die Teilnehmer:innen erfahren, worauf vor der Vertragsunterzeichnung zu achten ist, wie bespielsweise im Arbeitsverhältnis Arbeitszeit und Überstunden geregelt werden, was nach Abzug von Steuern und Abgaben vom einem Gehalt übrig bleibt, wie Urlaubstage berechnet werden und welche Rechte bei Kündigungen und der Krankenversicherung für Arbeitnehmer:innen in Deutschland bestehen.
Abdallah, Kamal und Ann sind vor nahezu 10 Jahren in Bad Vilbel angekommen. – Sind sie wirklich angekommen? Wie ist es ihnen ergangen – bei der Suche nach Wohnung, nach Arbeit, nach Unterstützung? Diesen Fragen sind Flüchtlingshilfevereinsmitglieder mit Kamera und Mikrofon nachgegangen. Sie haben fünf Geflüchtete aus Syrien, aus Afghanistan, aus Kenia, aus Eritrea und aus Äthiopien besucht und ihnen diese Fragen gestellt. Ihre Antworten sind in dem Film „Angekommen“ zu hören und zu sehen, den wir am 29.11. um 19 Uhr im Freizeitzentrum Efzet, in der Saalburgstraße 1, zeigen wollen.