Im Juni wagte das Team Günter Bordisky und Kurt Janssen, die Macher der Ausstellung „UNTERWEGS – Station Bad Vilbel“ ein Experiment. Die von Ihnen produzierten Poster mit den Fotos und Text zu den Schicksalen von Flüchtlingen, die derzeit in der Stadt leben, wurden in 23 Geschäftsschaufenstern auf der Frankfurter Straße ausgestellt. Das Feedback der Ladeninhaber war positiv. Mittels dieser ungewöhnlichen Auslage hätten sehr viele Menschen wahrgenommen, wie sich das Schicksal einzelner Menschen, die nach einer Flucht in Bad Vilbel eine Bleibe gefunden haben, darstellt. Diese Idee, auf diese Art und Weise in die Öffentlichkeit zu gehen, kam rundherum gut an und fördert den Ansatz auf diesem Wege auch Menschen zu erreichen, die nicht gezielt in eine Ausstellung gehen und denen man trotzdem das Thema Flucht näher bringen möchte.
Darüber hinaus hat Florian Lumeau für den Hessischen Rundfunk einen Film gedreht, der in der Sendung Maintower ausgestrahlt wurde. Der Beitrag über die Ausstellung belegt: mit dieser Ausstellungsaktion wurde die Flüchtlings-Problematik auf sensible Weise angegangen, die einzelnen Schicksale der Betroffenen gewürdigt und eine Sensibilisierung von Bürger*innen über das Schicksal von geflüchteten Menschen erreicht.

Aktuell feiert der Stadtteil Heilsberg sein 75. jähriges Jubiläum. Gerade dort zeigt die Besiedlung nach dem 2. Weltkrieg wie Menschen eine neue Heimat gefunden haben und sie und ihre Familien sich über die letzten Jahrzehnte in die Stadtgesellschaft integriert haben. Derzeit leben über 6.000 Menschen am Heilsberg.
Zum 75-jährigen Bestehen des Bad Vilbeler Heilsbergs, dessen Entstehungs- und Gründungsgeschichte von der Ansiedlung geflüchteter Menschen nach dem 2. Weltkrieg maßgeblich geprägt ist, findet in Kooperation vom Kunstverein Bad Vilbel mit der